Ich wähle mich selbst

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Es gibt einen Punkt im Leben, an dem wir beginnen, uns selbst wirklich ernst zu nehmen.

Nicht im Sinne von Ego oder kühler Abgrenzung gegen andere, sondern in einer stillen, klaren Form von Selbstachtung.

Einer inneren Haltung, die sagt: Ich bin mir selbst wichtig genug, um hinzuschauen. Und ehrlich zu mir und meinem Gegenüber zu sein.


Ich habe gelernt, dass es nicht meine Aufgabe ist, in Situationen zu bleiben, die mir nicht guttun.

Nicht, weil ich fliehe.
Sondern weil ich erkenne.

Erkenne, wenn etwas nicht mehr im Einklang mit mir ist.
Wenn etwas mich innerlich eng macht statt weit.
Wenn etwas mich von mir selbst entfernt statt mich zu mir zurückzubringen.


Es braucht keine Härte, um zu gehen.

Es braucht Klarheit.

Und manchmal auch den Mut, sich selbst wichtiger zu nehmen als das, was gewohnt, vertraut oder erwartet ist.


Ich liebe mich genug, um für mich einzustehen.

Nicht laut. Nicht kämpfend. Sondern ruhig, friedlich und entschieden.

Ich weiß, dass meine Energie wertvoll ist.
Dass meine innere Ruhe nicht verhandelbar ist.
Und dass mein Frieden kein Luxus ist, sondern eine Grundlage meiner Würde.


Es ist ein leiser Wandel, wenn man beginnt, sich selbst nicht mehr zu verlassen.

Wenn man aufhört, sich in Beziehungen, Umständen oder Dynamiken zu verlieren, die dauerhaft gegen das eigene innere Gefühl und Sein arbeiten.

Dann entsteht etwas ganz Neues.

Nicht Distanz.
Sondern Würde.


Ich weiß, wie kostbar ich bin.

Und aus diesem Wissen heraus entstehen Entscheidungen, die nicht mehr aus Angst getroffen werden, sondern aus Verbundenheit mit mir selbst.

Manchmal bedeutet es, zu bleiben und gemeinsam neu zu ordnen.
Und manchmal bedeutet es, zu mit Würde in Frieden zu gehen.

Beides ist getragen von derselben Wahrheit:

Ich wähle mich Selbst.

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